Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

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Inhalt: Hafen Helgoland

Historie Hafenanlagen Helgoland
Grundinstandsetzungsmaßnahmen von 1983 bis heute
Geplante Grundinstandsetzungsmaßnahmen
Heutige Hafennutzung
Panorama

Historie Hafenanlagen Helgoland

Helgoland verlor seine natürlichen Häfen (Reeden) im Jahre 1720, als die Sylvester-Sturmflut die Landverbindung zwischen Felseninsel und Düne durchbrach. Seine ersten "künstlichen" Häfen erhielt Helgoland nach der 1890 erfolgten Eingliederung in das Deutsche Reich mit dem Bau eines Marinehafens. Dies ging mit dem Bau der Molen und dem Aufspülen des Südhafengeländes einher. Dem verlorenen ersten Weltkrieg folgten die Auflagen des Versailler Vertrags. Danach sollten alle militärischen Anlagen Helgolands restlos zurückgebaut werden. Die Molen und Kajen des Vor- und Südhafens wurden weitestgehend gesprengt, lediglich die Westmauer auf 350m Länge und die jetzige Ostmole/Ostkaje auf ca. 500m Länge sowie der Ostmolenkopf blieben bestehen.

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Übersichtsplan des Hafens

In den 30er Jahren ist dieser Hafen wieder als Marinehafen aufgebaut worden. Man sah vor, Helgoland so auszubauen, dass die gesamte Reichsmarine im Bedarfsfalle dort liegen könnte. Allerdings wurde die Durchführung dieser Maßnahme 1941 wieder eingestellt.

Die Rückgabe der Insel erfolgte am 01.03.1952. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übernahm die Aufgabe, einen Stützpunkt und Nothafen für die Schifffahrt und Fischerei zu errichten. Hierzu wurde eine besondere Bauabteilung beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning gegründet. 1961 erfolgte die Umwandlung in den heutigen Außenbezirk.

Folgende Baumaßnahmen wurden durchgeführt:

  • 1952/56 Wiederaufbau der Hafenanlagen
  • Räumung der Land- und Wasserflächen von Blindgängern, Wracks und Betontrümmern
  • Beseitigung der Schäden am West- und Süddamm und an der Westkaje
  • Instandsetzung der Westmauer und Ostmole,Ausbesserung der alten Westmole

Westmole
Eine schwere Sturmflut am 16. Jan. 1954 zerstört die alte Westmole und
führt zum teilweisen Einsturz der Ostmole

  • 1954/64 Sicherung der Molen
  • Errichtung einer neuen Westmole mit Schwimmkasten-Gründung
  • Sicherung der Ostmole mit massivem Betonkern und beiderseitigen Anschüttungen aus Betontrümmern
  • Sicherung der Südmole durch Lückenschließung mittels Steinkästen und beidseitiger Anschüttung
  • Sicherung, Instandsetzung und Neuaufbau der Westmauer einschl. des Wassersturzbettes

Neubau Westmole, Schwimmkästen
Neubau der Westmole (Einbau von Schwimmkästen)

Die höchste bisher aufgezeichnete Sturmflut am 16./17. Feb. 1962 bewirkt starke Schäden, insbesondere an der Westmauer und am Wassersturzbett.

  • 1960/62, Aufbau der Südwestschutzmauer am Fuß des Felssockels
  • 1964/65, Ufersicherung im Bereich des sogen. "Kringels"
  • 1966/70, Grundinstandsetzung der Ostmauer/Ostkaje
  • 1971/74, Instandsetzung der Nordkaje
  • 1971, Errichtung der Anlegerbrücke im Südhafen vor den Resten des ehemaligen U-Boot-Bunkers

Mit einem Kostenaufwand von insgesamt rd. 25,5 Mio. Euro ließ das Bundesministerium für Verkehr die Hafen-, Seezeichen- und Inselsockelschutzanlagen soweit wieder herstellen, dass Helgoland die Aufgaben als Schutz- und Sicherheitshafen wieder voll erfüllen kann.

Grundinstandsetzungsmaßnahmen von 1983 bis heute

Viele Molen und Kajen im Schutz- und Sicherheitshafen Helgoland (Süd- und Vorhafen), die noch aus der Kriegshafenzeit stammen, hatten die bauliche Lebensdauer erreicht und mussten grundinstandgesetzt werden. Im Einzelnen sind folgende Maßnahmen durchgeführt worden:

  • 1982, Sicherung der Ostkaje
  • 1983, Sicherung Ostmolenkopf
  • 1983/84, Grundinstandsetzung Westdamm
  • 1985/86, Grundinstandsetzung Ostdamm
  • 1986/87, Grundinstandsetzung Südkaje (1.Bauabschnitt)
  • 1988/90, Grundinstandsetzung Westkaje
  • 1985, Erprobung Risssanierung Westmole
  • 1993, Erneuerung Steganlage vor der Westkaje
  • 2000/01, Grundinstandsetzung Nordkaje
  • 2001, Sohlensicherung vor Westdamm
  • 2002/03, Grundinstandsetzung Süddamm
  • 2007/08 Grundinstandsetzung der Ostkaje

SüddammOstkaje
Bild links: der jüngst grundinstandgesetzte Süddamm, rechts: Schäden Ostkaje/Ostmole

Geplante Grundinstandsetzungsmaßnahmen

Weitere im Schutz- und Sicherheitshafen Helgoland geplante Maßnahmen in den nächsten Jahren sind die Grundinstandsetzungen:

  • des Ostmolenkopfes
  • der Südmole sowie
  • der Westmole

Heutige Hafennutzung

Der Schutz- und Sicherheitshafen Helgoland ist ein wichtiger maritimer Standort in der Nordsee. Im gesamten Hafengebiet stehen rund 1600 m Kaje für Fischereifahrzeuge, schnelle Fähren, Sportboote und Behördenfahrzeuge zur Verfügung. Verändert hat sich im Laufe der Jahrzehnte die Hafennutzung. Nach dem Beginn des Wiederaufbaus der Insel im Jahr 1952 liefen ihn in erster Linie Behördenfahrzeuge und, bei rauer See, schutzsuchende Fischereifahrzeuge an. In den Sommermonaten zählt heute die Sportschifffahrt zu den Hauptnutzern. Seit einigen Jahren sind Westdamm und Südkaje des Hafens Anlegestellen für Schnellfähren, die von April bis Oktober vom Festland und anderen Inseln Gäste nach Helgoland bringen. Die Statistik verzeichnet im Jahr 2002 rd.14.000 Liegetage aller Nutzer.

Elbe 1
Feuerschiff "ELBE 1" im Helgoländer Hafen

Durch seine exponierte Lage im Vorfeld der Nordseeküste ist der Schutz- und Sicherheitshafen bedeutend für die Verkehrssicherheit auf See. So werden von hier unter anderem Lotsenversetzungen durchgeführt, auch ein Rettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat seinen Liegeplatz im Hafen.

Daneben ist der Schutz- und Sicherheitshafen im Hinblick auf die Schadstoffunfall- und Havariebekämpfung für die Gewässerschutzschiffe "Neuwerk" und "Mellum" von großer Bedeutung.

Neuwerk
"Neuwerk" am Süddamm

Den Belegungsplan des Hafens Helgoland und die zuständigen Ansprechpartner finden Sie hier.

Panorama

Über diesen Link können Sie eine Panoramaansicht des Hafens öffnen. Das Panorama läuft über ein Java-Applet und ist 1,3 MB groß, Sie müssen also einen Augenblick Geduld haben während es geladen wird. Die Steuerung läuft über das Bedienpaneel oder über Ihre Maus. Mit gedrückter linker Maustaste im Bild können Sie nach rechts/links/oben/unten schwenken. Zoom über die Tastatur (+ oder -).