Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

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Inhalt: Grundinstandsetzung des Seezeichenhafens Wittdün auf Amrum

Der staatliche Hafen Amrum wurde in den Jahren 1914 - 1916 erbaut und wird seit 1928 als "Seezeichenhafen Wittdün" bezeichnet. Die Hafenmole wurde aus Spundwandprofilen "Rote Erde Nr. 2" errichtet. Die Verankerung im geböschten Molenbereich besteht aus Ankertafeln und horizontal eingebauten Rundstahlankern ø 60 mm. Auf der Strecke zwischen geböschtem Bereich und Molenkopf wurde die Mole als Fangedamm ausgebildet.

Seeseitig erhielt die Hafenmole 1958 im Bereich Fangedamm (72 m) eine neue vorgesetzte Spundwand aus Hoesch II Spundwandprofilen.1959/1960 erhielt sie hafenseitig, beginnend am Molenkopf in Richtung Westufer, auf einer Länge von 46 m eine neue vorgesetzte Wand, ebenfalls aus Hoesch II Spundwandprofilen. Abschließend wurde 1970/1971 der restlichen hafenseitigen Mole sowie dem Molenkopf eine neue Spundwand aus Larssen 43 Spundwandprofilen vorgesetzt.

Das Westufer des Seezeichenhafens Wittdün wurde im Jahre 1954 durch Einbau einer Spundwand im Eigenbetrieb befestigt. 1981 wurde die Stahlspundwand des Westufers durch ein 1:2,5 geneigtes Deckwerk mit Fußsicherung aus einer Bongossi- Spundwand ersetzt.

Der Seezeichenhafen Wittdün ist ständiger Liegehafen für den Tonnenleger "AMRUMBANK" und dient ferner für das Motorschiff "LUMME" als Ausgangshafen für die Bearbeitung der Stangenseezeichen im nördlichen Bereich der Schleswig-Holsteinischen Westküste.

Im Rahmen der Bauwerksinspektion wurden Restwanddickenmessungen zur Beurteilung der Abrostungen an den Spundwänden im Seezeichenhafen Wittdün durchgeführt.

Die Messungen ergaben, dass in den Höhenbereichen von MThw sowie MTnw eine verstärkte Flächen- und Muldenkorrosion mit nur noch geringen Restwanddicken bis zu 5 mm vorhanden ist. Örtlich wurden auch Durchrostungen festgestellt.

Die Bongossi- Fußsicherung des Westuferdeckwerks war verrottet und hatte nachgegeben. Auf einer Länge von 15 m war die Wand ausgebeult und das Deckwerk war abgesackt und nachgerutscht.

Da die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit der Anlagen im Seezeichenhafen nicht mehr gegeben war, musste eine Grundinstandsetzung durchgeführt werden.

Für die Grundinstandsetzung war folgender Bauablauf vorgesehen.

Hafenmole:

Fußsicherung Westuferdeckwerk:

HafenmoleUferdeckwerk
Bild links: die Hafenmole, Bild rechts: das Westuferdeckwerk

Baustelle
Einrichtung der Baustelle, 35. KW 2009

Bilder zu dieser Baumaßnahme finden Sie in unserer Galerie.

Diese pdf-Dokumente zeigen einen Lageplan sowie die verschiedenen Schnitte mit dem Ist- und Sollzustand.

Mit der Baustelleneinrichtung wurde Ende August 2009 begonnen. Die Gesamtbauzeit der Maßnahme wurde mit 11 Monaten (einschl. Winterpause) veranschlagt. Während dieser Zeit stand der Hafen nicht für Gastlieger zur Verfügung. Die Abnahme der sanierten Mole erfolgte - bedingt durch die beiden langen Winterpausen - am 22.09.2011.

Hafen WittduenHafen Wittduen

Hafen Wittduen
Sanierte Hafenanlage, Frühjahr 2012

Wenn Sie an weiteren Informationen interessiert sind, wenden Sie sich bitte an:

Herrn Brandt Tel.: 04861/615 - 337 , e-mail: Dirk.Brandt@wsv.bund.de