Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

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Inhalt: Technischer Werdegang

Von Beginn an, ab 1902, wurde das Leuchtfeuer Nordmarsch mit Petroleum und einer Pintsch-Alexanderlampe betrieben. Seit 1927 wurde diese Technik durch ein Flüssiggas-Hängeglühlicht mit einem GG 24 Gasbrenner und Glühstrumpf ersetzt. Als Optik diente eine Gürtellinse mit 187,5 mm Brennweite bei einer Gesamthöhe von 54 cm.

Seit 1960 ist das Leuchtfeuer an das öffentliche Stromnetz der Hallig Langeness angeschlossen. Eine Kabelverbindung wurde im April 1960 zwischen dem Leuchtfeuer und der Kirchhofwarft hergestellt. Dort befand sich in einem kleinen Raum der Stromzähler.

Optik

Mit der Elektrifizierung wurde auch die Optik vergrößert und gegen eine geschliffenen Gürtellinse mit 300 mm Brennweite und einer Gesamthöhe von 61,4 cm ausgetauscht. Diese Gürtellinse ist auch heute noch in Gebrauch.

Seit Dezember 1996 werden Axial-Halogenglühlampen 24 Volt/150 Watt genutzt. Axial heißt: der Faden in der Halogenlampe steht senkrecht und ist speziell für einen Betrieb in einer Gürtellinse konstruiert. Dadurch nutzt das Licht der Lampe die Gürtellinse räumlich optimal aus.

lampen
Axialglühlampen in Vierfach-Wechselanlage

Anfangs wurde das kleine Nebengebäude neben dem Turm als Materialschuppen genutzt. Mit Umstellung von Petroleum auf Flüsiggas stand eine Erweiterung und Vergrößerung zum Kesselhaus an. Dort lagerten die Flüssiggaskessel. Bis zur Umstellung von Gas auf elektrischen Strom im Jahr 1960 wurde das Nebengebäude wieder umgebaut, verkleinert und hat seit dem sein heutiges Aussehen. Ein Batterieraum, ein Raum für einen Gleichrichter und Schalttafeln wurden eingerichtet. Der Strom mit 220 Volt aus dem öffentlichen Netz wurde in 24 Volt Gleichstrom umgewandelt. Damit konnten die beiden Batteriesätze mit zusammen 148 Ampere-Stunden gespeist werden, die wiederum die Versorgung der Glühlampe der Fa. Philips mit 250 Watt/24 Volt übernahmen. Bei Stromausfall konnte das Leuchtfeuer noch ca. 8 Stunden mit den bieden Batteriesätzen weiterbetrieben werden, ehe das Notstromaggregat auf der Kirchhofswart per Hand gestartet werden musste.

Im Juni 1996 verlor der kleine Anbau für den Betrieb des Leuchtfeuers gänzlich an Bedeutung, denn auf der Kirchhofswarft wurde, wie oben bereits erwähnt, ein kleiner Betriebsschaltraum eingerichtet. Im Turm selbst werden die ankommenden 220 Volt in 24 Volt Gleichspannung umgewandelt. Damit werden die zur Zeit genutzten Axial-Halogenglühlampen mit vorgeschalteten Softstartbaugruppen betrieben. Im Turm befindet sich auch die Fernüberwachung mittels einer Fernwirkanlage über Postkabel und die gesamte Steuerung der Lampenwechselanlage.

neuer Schuppen
links: Leuchtfeuer mit altem Nebengebäude für die Flüssiggaskessel, rechts: heutiges Aussehen