Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

Hier gelangen Sie direkt zum Inhalt der Seite.

 

Hauptnavigation:


Inhalt: Vorgeschichte

Die Seezeichenfahrzeuge WIK (gesunken durch einen Minentreffer im Lister Tief am 22.02.1944, siehe auch: Tag der offenen Tür 2007, ABz Amrum) und TRITON II ( gesunken in der Kieler Außenförde durch einen Minentreffer am 17.02.1944, siehe auch: Feuerschiff Außeneider, das Leben an Bord) des damaligen Wasserstraßenamtes Tönning waren im 2. Weltkrieg durch Mineneinwirkung verloren gegangen. Mit dem vorhandenen kleinen Tonnenleger EIDER, dem zu einem Tonnenleger umgebauten Küstenmotorschiff WANGEROOGE (im Dienst 18.07.45 - Oktober 1946) und dem ebenfalls umgebauten Fischdampfer COLDEWEY (im Dienst ab Nov. 1946, beschädigt durch einen Minentreffer am 05.07.1949 und a.D.) und Nachfolger KARLSBURG (im Dienst vom 22.07.1949 - 20.02.1950) war bis zum Jahre 1950 eine Seezeichenbearbeitung nur provisorisch möglich.

Mit Indienststellung des Großtonnenlegers KAPITÄN MEYER am 01.03.1950 waren die Voraussetzungen für einen geregelten Seezeichenbetrieb gegeben. KAPITÄN MEYER wurde 1949/1950 in Bremerhaven auf der Seebeckwerft gebaut. Mit seinen 52,10 m Länge und 9,08 m Breite und einem Tiefgang von 3,50 m war der unter Dampf fahrenden Tonnenleger für die Bearbeitung der großen Leuchttonnen in den Seegatten zwischen der deutsch-dänischen Grenze und der Elbe einschließlich Helgoland zuständig.

KAPITÄN MEYER war bis 1957 der größte und modernste Tonnenleger in der ganzen deutschen Bucht (der Seezeichendampfer wurde nach dem Kapitän getauft, der am 22.02.1944 westlich von List/Sylt mit dem Tonnenleger WIK unterging). Unterstützt wurde KAPITÄN MEYER durch sogenannte Vertragstonnenleger in privater Hand. Im Bereich des Außenbezirkes Amrum waren das: um Amrum herum der Tonnenleger der Familie Ricklefs aus Steenodde und im Süden des Außenbezirkes der Tonnenleger von H.H. Reinhold aus Schobüll. Im Bereich des Außenbezirkes Tönning war das "Edu" Winkler aus Büsum.


Diese kleinen Vertragstonnenleger waren einfache, fast altertümliche Schiffe mit einer geringen Arbeitsfläche an Deck und lediglich mit einem Ladebaum ausgerüstet. Sie wurden für die Kleinbetonnung in den Wattfahrwassern eingesetzt. (der Tonnenleger HILDEGARD der Familie Ricklefs/Amrum kann heute im Husumer Schifffahrtsmuseum besichtigt werden).

hildegard
der ehemalige Vertragstonnenleger HILDEGARD im Husumer Schifffahrtsmuseum