Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Tönning

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Geschichte

Namensgeber

Geschichte

TRITON I war ein Schlepp- und Lotsendampfer, der 1876 von JANSEN & SCHMILINSKY, Hamburg für die Königliche Regierung Schleswig erbaut wurde. Der Dampfer mit acht Mann Besatzung wurde dem Tonnenamt in Tönning unterstellt. Das Schiff war so gebaut, das auch die Schleusen im Eiderkanal passiert werden konnten. Der mit der Zeit steigende Schiffsverkehr auf der Eider machte den Neubau eines größeren Lotsendampfer erforderlich. TRITON II wurde geschaffen, TRITON I nach Kiel verkauft. TRITON II war fast doppelt so groß wie der erste TRITON. 1924 wurde TRITON II dann bei Nobiskrug zum Tonnenleger umgebaut. Ein paar Jahre später, 1927, bekam das Wasserbauamt Tönning den 1903 von den Gebr. Sachsenberg, Köln/Deutz erbauten Tonnenleger WIK.

Nicht alle Tonnen des Amtsbereiches wurden von Tönning aus versorgt. Das Amt bediente sich daneben sogenannter "Vertragstonnenleger", privater Fahrzeuge, die nach Weisung des Amtes die Tonnen auslegten und kleinere Tonnenlager unterhielten.

Seezeichendampfer "WIK" "WIK"
Reichsseezeichendampfer "WIK"

1940 wurden die TL TRITON II und WIK zur Kriegsmarine eingezogen. Im Februar 1944 sanken beide Tonnenleger, TRITON II nach einem Minentreffer in der Kieler Außenförde und nur eine Woche später die WIK, die im Lister Tief in der Nordsee auf eine Mine aufgelaufen war.

Im Anschluss standen dem Wasserstraßenamt Tönning, jedoch jeweils immer nur für kurze Zeit, das behelfsmäßig als Tonnenleger hergerichtete Frachtmotorschiff WANGEROOGE (1945-46), der zum Tonnenleger umgebaute Dampfer COLDEWEY (1946-49) sowie der Hilfstonnenleger KARLSBURG (1947-49) zur Verfügung.

Zu dieser Zeit befasste sich das Amt Tönning bereits mit dem Gedanken, einen eigenen Tonnenleger bauen zu lassen. Daraus resultierte der TL KAPITÄN MEYER, 1950 erbaut von der Seebeckwerft Bremerhaven (der Seezeichendampfer wurde nach dem Kapitän getauft, der am 22.02.1944 westlich von List/Sylt mit dem Tonnenleger WIK unterging). Er war der erste Tonnenlegerneubau nach 1945, als Ersatz für die untergegangenen Dampfer TRITON II und WIK. Der noch mit Kohlenfeuerung betriebene Dampfer wurde am 5. März 1950 in Tönning präsentiert. 1967 wurde der Tonnenleger in Flensburg auf Ölfeuerung umgerüstet. Seit 1983 ist die KAPITÄN MEYER außer Dienst gestellt und an die Seglerkameradschaft Hans Störtebecker verkauft. Die KAPITÄN MEYER ist heute das letzte seegehende Doppelschrauben-Dampfschiff Deutschlands. Es wird noch für Ausflugsfahrten eingesetzt. Der Liegeplatz ist der Museumshafen in Wilhelmshaven am Bontekai.

Als Ersatz für den ausgemusterten Tonnenleger KAPITÄN MEYER kamen am 01. Januar 1984 die zwei wesentlich kleineren Tonnenleger BARSEMEISTER BREHME und JOHANN GEORG REPSOLD, die gleichzeitig die Aufgaben der bisherigen Vertragstonnenleger übernahmen, zum WSA Tönning. Der TL J.G. REPSOLD erledigt auch heute noch seine Tonnenarbeiten im Nordbezirk des WSA. Sein Heimathafen ist der Seezeichenhafen Wittdün auf Amrum.

Der 1960 auf der Jadewerft Wilhelmshaven gebaute TL BARSEMEISTER BREHME kam aus Brake/Unterweser und verrichtete 37 Jahre seine Aufgaben. Im Juni 1997 hatte er ausgedient ist u.a. auch aufgrund erhöhter Anforderungen von dem jetzigen Tonnenleger, sozusagen TRITON III, mit Heimathafen Tönning abgelöst worden.

Namesgeber

Triton ist in der griechischen Mythologie ein Meeresgott, der Sohn des Poseidon und der Nereide Amphritite. Er wird mit dem Oberkörper eines Mannes und mit dem Schwanz eines Fisches dargestellt. Er trägt eine gewundene Seemuschel, auf der er bläst um die Meereswogen zu beeinflussen.



Quellen für die Geschichte: